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Die Gemeindebriefe an die Sankt Familia-Gemeinde während der Coronavirus-Pandemie

 

 

Sechster Gemeindebrief: Gründonnerstag / Karfreitag, 9./10. April 2020

Liebe Gemeinde von Sankt Familia!

Vor uns liegen die höchsten Festtage der Christen: Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern. Und wir werden diese Tage nicht gemeinschaftlich feiern können. Bei aller Trauer darüber möchten wir mit diesem Gemeindebrief Anregungen geben, wie Sie die Feiertage persönlich und auch in der Familie gestalten können.

Wir wünschen Ihnen trotz all der misslichen äußeren Umstände Kraft, Hoffnung und Zuversicht.

Harald Fischer, Pfarrer, und Birgitta Schwansee, für das Gemeindeleitungsteam


 

 

Fünfter Gemeindebrief: Samstag, 4. April 2020

Liebe Gemeinde von Sankt Familia!

Palmsonntag – der Einstieg in die Heilige Woche, in der wir des Leidens und Sterbens Jesu gedenken.
Palmsonntag – die Woche, die vom liturgischen Geschehen geprägt ist wie keine andere Zeit im Kirchenjahr.
Palmsonntag – wieder ein Sonntag, an dem wir nicht gemeinschaftlich Gottesdienst feiern können.

Mit diesem weiteren Gemeindebrief informieren wir Sie darüber, wie wir versuchen, in unserer Gemeinde mit dieser besonderen Situation in den Zeiten der Corona-Krise umzugehen.

Die Predigt zu Palmsonntag von Pfarrer Harald Fischer können Sie

Kindergottesdienst-Vorschlag

Mittlerweile hat das Bistum entschieden, alle liturgischen Feiern und öffentliche Gottesdienste bis einschließlich 26. April abzusagen. Wir schließen uns in unserer Gemeinde dieser Entscheidung natürlich an. Mittlerweile hat das Bistum entschieden, alle liturgischen Feiern und öffentliche Gottesdienste bis einschließlich 26. April abzusagen. Wir schließen uns in unserer Gemeinde dieser Entscheidung natürlich an. Per Dekret hat Papst Franziskus und Bischof Gerber den Priestern erlaubt, ausnahmsweise auch ohne Beteiligung anderer Menschen die Messe allein oder mit ein, zwei Personen zu feiern. Aber wir verzichten in unserer Gemeinde in dieser Zeit aus Solidarität auch auf diese Möglichkeit von "privaten" Eucharistiefeiern im kleinen Kreis und teilen damit den Schmerz einer liturgiefreien Zeit, den so viele im Moment erleben. Über Fernsehen und Internet gibt es viele Möglichkeiten, Gottesdienste zu erleben und mitzufeiern. Wir möchten auch besonders auf die Homepage des Bistums Fulda hinweisen, über die die liturgischen Feiern von Bischof Gerber an den Kar- und Ostertagen per Livestreaming mitgefeiert werden können (www.bistum-fulda.de).

Für unsere Kirche und unsere Gemeinde Sankt Familia, Kassel, informieren wir:

Wir stellen Ihnen gerne einen Impuls von Otmar Leibold zur Verfügung, der helfen könnte, sich auf diese besondere Karwoche einzustellen:
 
Der Karfreitag ist ein Symbol dafür, dass es für uns Lebenserfahrungen gibt, die sprachlos machen, einsam, ohnmächtig, die das Leben insgesamt sinnlos, perspektivlos, wertlos erscheinen lassen. Ausdruck für das Ende. Für viele Menschen ist der Karfreitag nicht (nur) eine punktuelle, sondern eine Dauererfahrung: Krankheit, Bürgerkrieg, Flucht, Zerstörung von Lebensraum... eine schier endlose Reihe... Der Staat "zwingt" uns angesichts der Corona Pandemie zum Verzicht. Vielleicht können wir die Karwoche aus diesem Grund in diesem Jahr noch deutlicher erleben. Vielleicht "soll" uns die Gemeinschaft fehlen, das Ritual, die Feier, der Schmuck, die brennenden Kerzen. Vielleicht kann uns diese "Leere" auch eine Chance sein. Vielleicht ist das die spirituelle Chance, erzwungenermaßen also, eine Chance, weil vielleicht in dieser "erzwungenen" (und vielleicht auch angenommenen) Leere etwas Neues entstehen kann, vielleicht ...
   Der Karsamstag hat das schon immer ernst genommen, weil er den einzigen im Kirchenjahr liturgiefreien Tag darstellt: Die Kirche hat angesichts des unermesslichen Leides nichts zu verkündigen. Kein Mensch findet in einem liturgischen/gemeindlichen/gemeinschaftlichen Zusammenhang ein Wort angesichts der Tragödie von Karfreitag. Es wird dem Menschen an diesem (einzigen!) Tag auch kein Wort Gottes zugesprochen: Als würde Gott schweigen. Ein Tag absoluter Leere ...
   Leere ist schwer zu ertragen und schwer ernst zu nehmen; viele geplante "Aktionen" dieser Tage, die wir (nicht nur) im Internet finden, stehen in der Gefahr, die schwer erträglichen Geschehnisse zu "ästhetisieren". In diesem Jahr müssten wir die Leere alleine aushalten, wir sind gezwungen dazu, stünden also irgendwie an der Seite Jesu, dem es nicht anders erging.
(Otmar Leibold)

Wir wünschen Ihnen trotz allem gesegnete und stärkende Tage in der Karwoche.

Bleiben Sie behütet!

Harald Fischer, Pfarrer, und Birgitta Schwansee, für die Gemeindeleitung

 


 

 

Vierter Gemeindebrief: Samstag, 28. März 2020

Liebe Gemeinde von Sankt Familia!

Wir erleben den nächsten Sonntag, ohne dass wir miteinander Gottesdienst, Eucharistie feiern können, ohne,[kein Komma] dass wir Begegnung untereinander erleben. Mit diesem weiteren Gemeindebrief in Zeiten der Corona-Krise möchten wir Ihnen wieder einige Informationen und auch Anregungen für die Gestaltung des Sonntags geben.

shortcut 3 evangeliar gemeinde sankt familia 2020 03 29Die Predigt zum 5. Fastensonntag von Pfarrer Harald Fischer können Sie

Den Sonntag zu Hause besonders gestalten
Wenn wir schon nicht gemeinsam Gottesdienst feiern können, so ist es doch möglich, auch zu Hause den Sonntag besonders zu gestalten und dem gemeinsamen Gebet und der Hinwendung zu Gott bewusst Raum zu geben. Dazu kann die Mitfeier eines Fernsehgottesdienstes oder eine persönliche stille Gebetszeit helfen.

Kindergottesdienst-Vorschlag

Im Laufe der vergangenen Woche haben uns eine ganze Reihe von Rückmeldungen erreicht, in denen Gemeindemitglieder, die den Kindergottesdienst letzte Woche mit ihren Kindern gefeiert haben, von beglückenden Erfahrungen berichtet haben. Einige hatten zum ersten Mal mit den Kindern gemeinsam gebetet und gesungen. Dafür musste manchmal auch Hemmungen und eigene Scheu überwunden werden, aber es hat auch immer wieder neu zusammengeführt.

Kinder malen Bilder als Geschenke für kranke Menschen
Wir greifen hier noch eine Anregung auf, die uns aus der Klinikseelsorge Kassel erreicht hat: Kinder könnten Bilder malen z.B. darüber, was sie im Moment tun, oder über das Evangelium, über das Leiden Jesu, dessen wir in der Karwoche gedenken, über Ostern und die Auferstehung Jesu oder zu irgendeinem anderen Motiv, das ihnen gefällt. Sie lassen uns diese Bilder bis zum Palmsonntag zukommen (Post oder in den Briefkasten am Pfarrhaus) und wir geben sie an die Klinikseelsorge weiter. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen möchten diese Bilder an Kranke als Zeichen der Verbundenheit und der Solidarität verteilen.

Wir verweisen auch noch mal besonders auf unsere Homepage, die ständig aktualisiert wird.

Musik der Hoffnung
Seit einigen Tagen finden Sie auf unserer Homepage auch wunderbare “Musik der Hoffnung”. Unser Organist Martin Forciniti hat in unserer Kirche am Flügel und an der Orgel Lieder aus dem Gotteslob und aus dem Jubilate-Liederbuch gespielt. Diese Musik könnte helfen, den Sonntag zu gestalten. Sie ist aber auch ein wunderbarer Genuss zu jeder anderen Gelegenheit.

Bleiben Sie behütet!

Harald Fischer, Pfarrer, und Birgitta Schwansee, für die Gemeindeleitung


 

 

Dritter Gemeindebrief: Samstag, 21. März 2020

Liebe Gemeinde von Sankt Familia!

Wie im 2. E-Mail – Gemeindebrief angekündigt übersenden wir Ihnen heute den Text der Predigt zum 4. Sonntag in der Fastenzeit. Die Predigt hat Pfarrer Harald Fischer in unserer (leeren) Kirche gehalten. Vielleicht können wir so trotz Vereinzelung ein wenig Gemeinschaft erleben – und das geistliche Miteinander auf andere Weise erfahren. Dieser Sonntag heißt in der Liturgie der katholischen Kirche ausgerechnet auch noch: “Laetare – Freue dich”. Welche Herausforderung in Zeiten, die ja durchaus auch Anlass zur Resignation geben könnte. Aber an diesem Sonntag soll schon ein erster Vorausblick auf die Osterfreude anklingen. shortcut 2 evangeliar gemeinde sankt familia 2020 03 22 In der zweiten Lesung dieses Tages heißt es auch: “Einst wart ihr in Finsternis, jetzt aber seid ihr durch Christus selbst Licht geworden. Lebt als Kinder des Lichts! Das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor!... Deshalb: Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein.” (Eph 5,8-9.14). – Ein schönes Wort der Ermutigung...

Sie können die Predigt auch auf unserer Homepage als Audiodatei hören www.st-familia-kassel.de > predigten-vortraege-texte > predigten
und sogar sehen: https://martin-forciniti.net/predigten

Vielleicht können Sie ja einen kleinen eigenen Hausgottesdienst feiern: Mit einem Lied und einem Gebet (vielleicht aus dem Gotteslob oder einem, das Sie im Internet suchen oder es auch selber formulieren) beginnen. Dann könnten Sie die Predigt hören (oder ansehen oder vorlesen), vielleicht einen kleinen Moment Stille halten, das Vater Unser beten und mit einem weiteren Lied abschließen....

Als Anlage füge ich einen Kindergottesdienstvorschlag bei, den unsere Gemeindeassistentin Vanessa Sadura erarbeitet hat. Dieser Gottesdienstvorschlag ist für Kinder ab drei oder vier Jahren geeignet. Es kann doch eine wunderbare Familienerfahrung werden, wenn Kinder ihre Eltern als Glaubensverkündiger erleben und Sie selber in der Vermittlung des Glaubens “sprachfähiger” werden. Wir sind sehr daran interessiert, von Ihren Erfahrungen zu hören. Wenn Sie mögen, schreiben Sie uns gerne davon.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Sonntag, der trotz aller Einschränkung als Tag der Hoffnung gefeiert und begangen werden kann.

Harald Fischer, Pfarrer, und Birgitta Schwansee, für das Gemeindeleitungsteam


 

 

Zweiter Gemeindebrief: Freitag, 20. März 2020

Liebe Gemeinde von Sankt Familia!

Unsere Gemeinde lebt und ist nicht “abgesagt” – wie so Vieles in diesen Tagen. Das normale und alltägliche Leben unserer Gemeinde ist geprägt von der liturgischen Feier, von der Weitergabe des Glaubens und auch von der Sorge umeinander, also der tätigen Nächstenliebe. Das alles ist auch in Zeiten des Corona – Virus möglich, wenn auch in veränderter Form. Alle Veranstaltungen, alle Gottesdienste, alle gemeinschaftlichen Aktivitäten sind auf “Null” gesetzt. Das ist eine Herausforderung, der wir uns stellen möchten und die wir annehmen möchten. Wie kann aktive, lebendige Gemeinde in Zeiten, wie wir sie heute erleben aussehen? Was ist trotz allem noch möglich? Wir sind dabei, uns auf diese neue Situation einzustellen und Antworten auf diese Herausforderung zu suchen.

Vorschläge
In vielen Gesprächen mit Verantwortlichen unserer Gemeinde (Vorstand vom Pfarrgemeinderat, Leitungsteam unserer Gemeinde, der Beauftragten, weitere Anregungen von Gemeindemitgliedern) haben wir folgende Vorschläge gesammelt, die wir Ihnen gerne unterbreiten möchten:

Regelmäßig
Wir werden uns in regelmäßigen Abständen mit Emails dieser Art bei Ihnen melden. Falls Sie diese Informationen nicht weiter erhalten möchten, senden Sie diese Mail einfach an den Absender zurück mit dem Vermerk: Abmelden.

Wir wünschen Ihnen allen Zuversicht und Kraft und das Vertrauen, dass Gottes Liebe und Wahrheit uns in allen Lagen unseres Lebens begleitet.

Harald Fischer (Pfarrer) und Birgitta Schwansee (Sprecherin der Gemeindeleitung)


 

 

Erster Gemeindebrief: Montag, 16. März 2020

Liebe Gemeinde von Sankt Familia!

Wir leben in Zeiten, die uns alle vor Herausforderungen stellen, die wir nicht kennen und die vor kurzem noch unvorstellbar waren. Das öffentliche Leben ist weitgehend lahm gelegt. Für viele ist das besonders darin sichtbar geworden, dass sogar die Gottesdienste in den Kirchen abgesagt wurden. Nicht wenige fragen sich, ob das richtig und verantwortbar ist. Müsste nicht gerade jetzt Unterstützung durch Kirche, durch die Ortsgemeinde, durch gottesdienstliche Angebote geleistet werden?

In der Tat: diese Situation hat es noch nie gegeben.
Sonst waren bei Katastrophen, bei Unglücken, sogar im Krieg die Kirchen Anlaufstellen, wo man sich versammeln, sich gegenseitig stützen, wo man durch andere Menschen Hilfen und Solidarität erfahren konnte.

Dass Gemeinschaft die zu meidende Gefahr darstellt, ist für uns alle neu
Die Situation, dass Gemeinschaft nicht hilfreich, sondern gerade die zu meidende Gefahr darstellt, ist für uns alle neu und ungewohnt. Mitmenschlichkeit und Solidarität zeigt sich in diesen Tagen gerade darin, nicht aufeinander zuzugehen und sich gegenseitig Distanz zu schenken. Ein ganz ungewöhnlicher und ungeübter Gedankengang. Und hoffen wir, dass diese Zeiten auch bald wieder vorbei sind. In der Zwischenzeit gilt es, gerade diese Zeiten anzunehmen und sie auch möglichst gut zu gestalten.

Trotz allem in Verbindung bleiben
Mittlerweile gibt es ja, nicht zuletzt auch durch die neuen Medien, die Möglichkeit, trotz allem in Verbindung zu bleiben. Wir möchten auch jetzt als Gemeinde “funktionsfähig” und aktiv bleiben und Ihnen heute folgende Anregungen shortcut 1 evangeliar gemeinde sankt familia 2020 03 15unterbreiten und Informationen mitteilen:

Wir laden Sie ein, die Herausforderung dieser Tage und Wochen soweit wie möglich positiv anzugehen und die Chancen zu nutzen, die sich für manche durch mehr freie Zeit ergeben. Vielleicht kann man auch mehr Möglichkeiten in der Gestaltung der Familien- und Hausgemeinschaft erkennen und nutzen. Auf jeden Fall ist es sinnvoll und wichtig, für die nächste Zeit soweit wie möglich auf die Nutzung sozialer Kontakte zu verzichten.

Melden Sie sich gern bei Pfarrer Harald Fischer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), wenn Sie Anregungen und Vorschläge haben, wie wir diese besondere Zeit als Gemeinde kreativ nutzen und gestalten können.

Bleiben Sie gesund! Es grüßen herzlich und mit allen guten Wünschen

Harald Fischer (Pfarrer) und Birgitta Schwansee (Sprecherin), Sankt Familia-Leitungsteam

briefe stapel by peter weidemann pfarrbriefserviceBild: Peter Weidemann. In: Pfarrbriefservice.de


Offen und einladend

Offen und einladend –das ist unsere Gemeinde Sankt Familia an der Kölnischen Straße in Kassel. Fühlen Sie sich eingeladen - zum Fragen, zum Vorbeischauen, zum Mitwirken.

Hier werden die Menschen vorgestellt, die Sankt Familia zu dem machen, was es ist: ein Raum voller Leben. Gottessuche, Seelsorge und gegenseitiger Anteilnahme.

Unter Pfarrgemeinderat und Verwaltungsrat finden sich erste Informationen. Gruppen und Solidarprojekte werden vorgestellt. Auch über Themen, die uns in besonderer Weise bewegen, wird hier berichtet: unsere Zukunft als Gemeinde, unser 'verhülltes Kreuz' während der Fastenzeit, unsere Gemeindefahrten ...