Während der Adventszeit haben wir in unserer Kirche Spenden für die Gefangenen in den Kasseler Justizvollzugsanstalten gesammelt, die zu Weihnachten von den Seelsorgern verteilt wurden.Dazu hat uns jetzt folgender Dankesbrief eines Gefangenen erreicht:

Liebe Gemeindemitglieder,
bei dem Gleichnis vom verlorenen Sohn, wo der jüngere von zwei Söhnen vom Vater seinen Teil des Vermögens fordert, habe ich immer nur das Vergeuden des Vermögens und das Leid durch den Ruin seines Lebens gesehen. Nun, wo ich schon einige Jahre hier lebe, genauso wie andere, die das gleiche Schicksal tragen und wie ich in den Trümmern ihres Lebens stehen, kann ich die Gedanken des jüngeren Sohnes nachvollziehen. Die Situationen sind gleich. Viele, die hier sind, haben keine Familie und keine Freunde mehr. Umso beeindruckender ist es, dass Menschen, die keine Beziehung zu unserem Ort haben, für uns Gefangene spenden! Ich verstehe nun den barmherzigen Vater.
Im Namen der IVDG, Interessenvertretung der Gefangenen, bedanke ich mich für die gespendeten Sachen.