bildsignet geistliches jahr gyde botsch 400Damit wir uns bei der Umsetzung der neuen Gemeindeordnung nicht in strukturellen und organisatorischen Fragen verlieren, wollen wir unseren Weg bewusst im Glauben, als geistlich orientierte Menschen gehen und aus Gottes Geist und Liebe Inspiration, Kraft und Ausdauer schöpfen.

Wir laden Sie/Euch ein, sich persönlich und gemeinsam mit anderen neu auf den Weg zu machen.
Es tut gut, neben dem manchmal allzu Vertrauten Neues auszuprobieren.

 

Programm für das Geistliche Jahr in Sankt Familia 2016 / 2017:
EINLADUNG ZUM INNEREN UND ÄUSSEREN WEG

„Geh mit uns auf unserem Weg“
Für das Geistliche Jahr haben wir ein Gebet formuliert. Sein Kehrvers „Geh mit uns auf unserem Weg“ macht deutlich, dass wir zusammen gehen – als Gemeinde und mit Gott. Wir laden alle herzlich ein, dieses Gebet zuhause oder in den Gruppen der Gemeinde zu beten ...

 

"Im Geist Jesu Gemeinde leben" - Veranstaltungen zu den vier Säulen einer Gemeinde:

    1. Gemeinsam Wort Gottes feiern (Liturgia)
       

      Wortgottesdienst mit Agape-Feier: Vom 7. März bis 21. November 2017 jeden Dienstag um 18.30 in der Taizé-Kapelle
       

       
    2. Gottesdienst und Gebet (Liturgia)
       
      „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,20)
      Im Anschluss an den Liturgischen Tagesausklang laden wir ein zum Gespräch und Austausch über verschiedene Formen von Gottesdienst.
      Termin: Dienstag 21. März 2017, 18.30 Uhr Taizé-Kapelle
       
       
    3. Nächstenliebe (Diakonia)

      „Denn die Armen habt ihr immer bei euch“ Mt 26,11 - Aber wie mit ihnen umgehen?
      Karin Stürznickel-Holst von der Caritas und ehrenamtlich Engagierte beim Sonntagsessen in Sankt Familia gibt uns Einblicke in ihre Arbeit. Anschließend besteht Gelegenheit für Fragen und Austausch.
      Termin: Mittwoch, 10. Mai 2017, 19.30 Uhr im Alfred-Delp-Haus:

      Ein sehr bewegender Gesprächsabend zum Thema Nächstenliebe – ein Bericht

      Viele Menschen schämen sich, arm zu sein. Und Armut kann krankmachen. Diese und andere Einschätzungen derjenigen, die beruflich mit Menschen zu tun haben, die unterhalb der Armutsgrenze leben, erfuhren etwa 40 Gemeindemitglieder bei einem sehr interessanten Gesprächsabend im Alfred-Delp-Haus.

      Fakten zur Armut
      Der Arbeitskreis Geistliches Jahr hatte zwei Referenten zu diesem Abend eingeladen, die das Thema aus ihrer Perspektive beleuchteten. Karin Stürznickel-Holst, Leiterin des Fachbereichs Allgemeine Soziale Dienste der Caritas sowie der Bahnhofsmission, stellte uns zunächst einige Fakten zur Armut vor. So erfuhren wir, dass fast 16 Prozent aller Deutschen als arm gelten – das sind alle, die 60 Prozent oder weniger als das mittlere Einkommen haben. Für ein Paar ohne Kinder sind dies 1413 Euro. Betroffen von der Armut sind vor allem Erwerbslose, Alleinerziehende und kinderreiche Familien. Auch Menschen mit einem niedrigen Qualifikationsniveau und Flüchtlinge sind stark betroffen. In Zukunft, so vermutet die Referentin, werde es viele arme Rentner in Deutschland geben: Schon heute haben 43 Prozent der Rentner im Westen weniger als 600 Euro monatlich zur Verfügung. An Beispielen machte Karin Stürznickel-Holst deutlich, dass es nicht immer nur um wenig Geld geht. Oftmals kommen die bei der Caritas Ratsuchenden nicht mit den zunehmend bürokratischen Strukturen klar. Als Lösung favorisiert die Sozialarbeiterin die Umsetzung des bedingungslosen Grundeinkommens.

      Eine warme Mahlzeit im Monat für die Ärmsten der Stadt
      Über die Gründung und praktischen Erfahrungen des Sonntagsessens in Sankt Familia berichtete Otmar Leibold. Otmar ist einer der etwa 20 Ehrenamtlichen, die es den Ärmsten in der Stadt ermöglichen, jeweils am letzten Sonntag im Monat eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen. Mit ehrenamtlichem Engagement einer Hauptorganisatorin, eines Kochs, Sponsorengeldern und allen, die beim Beschaffen, Kochen und Servieren mit anpacken, gelingt es, jeweils zwischen 70 und 100 Menschen zu bewirten. Im Vordergrund steht, den Menschen (die meisten von ihnen haben keinen festen Wohnsitz) unsere Gastfreundschaft anzubieten, berichtet der Lehrer und Schulseelsorger. Der Tisch wird immer schön gedeckt und die Gäste werden am Tisch bedient, es werden keine Fragen gestellt. Und es gibt nur zwei Voraussetzungen: Keine Tiere und kein Alkohol. Otmar berichtet von einer sehr erfüllenden Aufgabe und dass er sehr viel gelernt habe in der Begegnung mit diesen Menschen, zu denen er sonst überhaupt keine Verbindung hat. Er ermutigte alle, sich aus der Komfortzone zu wagen und einfach offen für andere zu sein.

      Wie helfen?
      In den anschließenden Fragen und Gesprächen ging es um die Möglichkeiten zur Hilfe, einerseits der Gemeinde, andererseits aber auch des einzelnen. Stichpunktartig die Vorschläge und Ideen:
      – So gab es die Idee, die Flüchtlingshilfe, in der sich viele engagieren, auszuweiten auf arme Menschen (z. B. bei Möbeln und Ausstattung).
      – Eine Idee ist auch, eigenen Wohnraum kostengünstig an Mieter zu geben, die nicht viel Budget zur Verfügung haben.
      – Viele Bettler freuen sich neben Kleingeld auch sehr über ein Gespräch.
      – Neben der offensichtlichen Armut gibt es auch viele Familien, die zwar arm sind, aber weiterhin die Fassade wahren. Wie können wir diese Menschen erreichen und unterstützen? Was können wir aus der Gemeinde tun, um Betroffenen zu helfen?
      – Gemeinschaft hilft! Zuhören und persönliche Beziehungen sind wichtige Faktoren, um einer misslichen Lage zu entkommen.
                                              Bericht: Regina Daum-Meemann

        
    4. Gemeinschaft (Koinonia)
       
      „Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen.“ (Lk 24,15)
      Im Wandern Gemeinschaft erleben. Zeit haben für Begegnungen.
      Termin: Samstag, 26. August 2017, 13 bis 17 Uhr:
      Gemeinsam wandern wir auf den Dörnberg und haben Zeit für Begegnungen:
      "Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen." (Lk 24,15)
      • Genaue Informationen (Anreise, Treffpunkte etc. ) enthält der Veranstaltungsflyer, der in der Kirche ausliegt oder hier heruntergeladen werden kann (3 MB) ...
        Sie alle sind herzlich eingeladen zur Wanderung und Tischgemeinschaft  im Freien!

         
    5. Glaubensweitergabe (Martyria)
       
      „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ (1 Petr 3,15)
      Der Arbeitskreis „Geistliches Jahr“ lädt herzlich dazu ein, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die an unterschiedlichen Orten und auf verschiedene Weise ihren Glauben verkünden:  
      Mittwoch, 27. September 2017, 19:30 Uhr, Alfred-Delp-Haus
      Wir luden dazu stellvertretend aus unserer Gemeinde Mathias Behrens und Petra Schwärzel ein. Mathias Behrens ist sicher vielen vom Gemeindewochenende und von Gottesdiensten bekannt und sprach über die Weitergabe des Glaubens in seinem Arbeitsalltag und in seiner Familie. Petra Schwärzel berichtete über ihre Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen als Religionslehrerin und Schulseelsorgerin.
      Nicht zuletzt kamen wir aber auch über unsere eigenen Erfahrungen mit der Weitergabe des Glaubens in Alltag und in der Gemeinde ins Gespräch. Warum fällt es uns oft schwer, über unseren Glauben zu sprechen? Wie und wann gelingt es uns?
       
       
    6. Gemeinschaft (Koinonia) 

www familia prueller jagenteufel veronika Foto Stephan DoleschalGemeinschaft (Communio, Koinonia) ist eine der vier Grundvollzüge von Kirche. Geselligkeit und gutes Miteinander sind dabei Nebenprodukte des größeren Auftrags, als Gemeinschaft dem Reich Gottes zu dienen. Das ist in unserer individualisierten Gesellschaft eine große Herausforderung und eine wunderbare Chance.

Der Frage, was das für eine katholische Gemeinde wie Sankt Familia bedeutet, geht Dr. Veronika Prüller-Jagenteufel, Leiterin des Pastoralamtes der Erzdiözese Wien, in ihrem Vortrag am Sonntag, 5. November, 17 Uhr, in unserer Kirche nach.

Der Vortrag ist Programmteil unseres Geistlichen Jahres, das sich in spiritueller, theologischer und lebenspraktischer Weise den vier Grundvollzügen von Kirche widmet: Gottesdienst und Gebet (Liturgia), Nächstenliebe (Diakonia), Glaubensweitergabe (Martyria), Gemeinschaft (Koinonia).

Dr. Veronika Prüller-Jagenteufel, geboren 1965, studierte in Wien und Tübingen Theologie. Auf Bistumsebene und auf Bundesebene war sie in der Katholischen Jugendverbandsarbeit aktiv, arbeitete als Assistentin am Lehrstuhl für Pastoraltheologie in Wien und als Chefredakteurin von „Diakonia – internationale Zeitschrift für die Praxis der Kirche“ (1999-2010). Sie war in der theologischen Erwachsenenbildung wie auch als geistliche Begleiterin tätig, hat am Citypastoralprojekt „Gesprächsinsel“ in Wien mitgearbeitet, in der Seelsorge mit Demenzkranken und in einem mobilen Palliativ-Team. Seit 2011 ist Dr. Veronika Prüller-Jagenteufel Leiterin des Pastoralamts der Erzdiözese Wien und damit auch Mitglied der Leitung des Diözesanen Entwicklungsprozesses APG 2.1: "Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort." In dieser Funktion begleitet sie viele Gemeinden auf ihrem Weg der Veränderung.
 
->Hier können Sie den Vortrag herunterladen und nachlesen ...
 


 

Bibelkreise zum geistlichen Jahr:

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Gebet: „Geh mit uns auf unserem Weg“

Herr Jesus Christus,

Wir wollen hören, was Du uns sagst,
denn Dein Wort ist uns Weisung und Freude.
- Geh mit uns auf unserem Weg.

Wir wollen mutig für Deine frohe Botschaft eintreten.
- Geh mit uns auf unserem Weg.

Wir wollen Gemeinde sein für alle, die fragen und suchen.
- Geh mit uns auf unserem Weg.

Wir wollen neue Schritte in die Verantwortung gehen,
als Kinder Gottes vereint im gemeinsamen Priestertum.
- Geh mit uns auf unserem Weg.

Herr Jesus Christus,
erneuere unsere Gemeinde in der Liebe Gottes
und durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Amen.

 

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